Vor dem Vertrag mit einer Social Media Agentur sollten Sie zehn Dinge klären: Wer betreut Sie wirklich, wem gehört der Content, wie wird Erfolg gemessen und wie kommen Sie wieder raus. Gute Agenturen beantworten das ohne Zögern. Die zehn Fragen samt der Antworten, die Sie hören sollten, stehen hier.
Bevor Sie die Fragen unten stellen, lohnt ein Blick auf den tatsächlichen Umfang der Arbeit: Unsere Übersicht Was Social Media wirklich heißt listet alle 56 Aufgaben auf, die eine gute Agentur für Sie übernimmt.
Passende Leistung: Social Media Marketing München
- Fragen zu Team und Betreuung
- Fragen zu Strategie und Content
- Fragen zu Zahlen und Vertrag
- Das größte Warnsignal überhaupt
- Was eine gute Agentur SIE fragen wird
- Kosten realistisch einordnen
- Referenzen prüfen: fünf Minuten, die viel verraten
- Der Ablauf nach der Zusage: die ersten 30 Tage
- Checkliste zum Mitnehmen
Fragen zu Team und Betreuung
1. Wer betreut unser Konto operativ? Gute Antwort: namentlich benannte Personen mit Erfahrung, idealerweise die Gründer selbst. Warnsignal: ‚Unser Team' ohne Namen, das heißt meist wechselnde Junioren. 2. Wie viele Kunden betreut diese Person parallel? Ab 10–12 aktiven Konten pro Person leidet die Qualität sichtbar. 3. Wie schnell reagiert ihr auf Kommentare und DMs unserer Community? Vier Stunden werktags sind ein guter Standard; ‚einmal täglich' ist 2026 zu wenig.Fragen zu Strategie und Content
4. Wie sieht euer Strategieprozess aus, bevor der erste Post live geht? Erwarten Sie: Zielgruppen-Analyse, Wettbewerbs-Check, Content-Säulen, Tonalität. 5. Produziert ihr Content selbst oder kauft ihr zu? Eigene Produktion bedeutet schnellere Reaktionszeiten und konsistente Qualität. 6. Zeigt mir drei Reels, die ihr produziert habt: Mit Zahlen. Portfolio ohne Performance-Daten ist Dekoration. Fragen Sie nach Reichweite, Watchtime und dem, was daraus gelernt wurde.Fragen zu Zahlen und Vertrag
7. Welche KPIs reportet ihr und welche bewusst nicht? Gute Agenturen unterscheiden Eitelkeitsmetriken (Likes) von Wirkung (Reichweite in der Zielregion, Profilbesuche, Anfragen). 8. Was passiert, wenn ein Monat schlecht läuft? Die Antwort zeigt, ob Sie einen Partner oder einen Dienstleister bekommen. 9. Wie lang ist die Kündigungsfrist? Drei Monate sind branchenüblich; zwölf Monate Mindestlaufzeit ohne Ausstieg sind ein Warnsignal. 10. Wem gehören Accounts, Inhalte und Rohmaterial? Die einzig akzeptable Antwort: Ihnen: Vollständig und jederzeit.Das größte Warnsignal überhaupt
Garantierte Follower-Zahlen. Niemand kann organisches Wachstum garantieren, ohne zu kaufen und gekaufte Follower ruinieren Ihre Reichweite dauerhaft, weil der Algorithmus die fehlende Interaktion bestraft. Wer Garantien verspricht, disqualifiziert sich.
Es gibt drei weitere Warnsignale, die in Erstgesprächen zuverlässig auffallen. Erstens: Die Agentur stellt keine Rückfragen. Wer sofort eine Lösung präsentiert, ohne Ihre Ausgangslage, Ihre Gäste und Ihre Kapazitäten zu kennen, arbeitet nach Schablone. Zweitens: konkrete Ergebniszahlen im ersten Gespräch, ohne je Ihre bisherigen Daten gesehen zu haben. Seriös ist, wer Erfahrungswerte aus vergleichbaren Fällen nennt und dazu sagt, wovon sie abhängen. Drittens: ein Portfolio aus schönen Posts ohne eine einzige Performance-Zahl. Hübsch ist keine Kennzahl.
Eine seriöse Agentur verkauft Ihnen einen Prozess und Erfahrungswerte. Keine Wunder mit Ansage.
Was eine gute Agentur SIE fragen wird
Das Erstgespräch ist keine Einbahnstraße, und die Fragen der Gegenseite verraten mehr als jede Referenzliste. Eine Agentur, die es ernst meint, will wissen: Was ist ein neuer Kunde für Sie wert? Wer sind Ihre drei wichtigsten Wettbewerber vor Ort? Wer bei Ihnen im Haus gibt Inhalte frei, und wie schnell? Was haben Sie bisher probiert, und woran ist es gescheitert? Wenn stattdessen nach fünf Minuten das Paket-Angebot auf dem Tisch liegt, wissen Sie genug.
Kosten realistisch einordnen
Damit Sie Angebote vergleichen können: Professionelle Betreuung für mittelständische Betriebe bewegt sich laut Marktübersichten wie der von Ledist zwischen 1.000 und 5.000 € pro Monat, je nach Umfang und Produktionsanteil. Unsere eigenen Richtwerte liegen mitten in dieser Spanne: 1.500 bis 2.000 € für Social Media Management, 2.500 bis 7.000 € mit Content-Produktion, zuzüglich Umsatzsteuer. Deutlich billigere Angebote bedeuten fast immer: Templates statt eigener Produktion, ein Junior für fünfzehn Konten oder recycelte Stock-Inhalte. Deutlich teurere bedeuten nicht automatisch mehr Wirkung. Entscheidend ist, was pro Monat tatsächlich produziert wird und wer es macht.
Referenzen prüfen: fünf Minuten, die viel verraten
Bevor Sie unterschreiben, öffnen Sie zwei oder drei Kundenkanäle der Agentur und prüfen selbst, was kein Pitch-Deck zeigt. Wird dort noch regelmäßig gepostet, oder endete der Feed mit dem Vertragsende? Antwortet jemand auf Kommentare, und in welchem Ton? Sehen die Inhalte nach dem jeweiligen Haus aus, oder nach einer Vorlage, die dreimal recycelt wurde? Und rufen Sie ruhig einen Referenzkunden an: Zwei ehrliche Sätze am Telefon sind mehr wert als zehn Logos auf der Agentur-Website. Wir geben Interessenten auf Wunsch direkte Kontakte zu Bestandskunden, und jede Agentur, die von ihrer Arbeit überzeugt ist, tut das auch.
Der Ablauf nach der Zusage: die ersten 30 Tage
Woran Sie schon im Angebot erkennen, ob der Start durchdacht ist: Ein sauberes Onboarding beginnt mit einem Audit Ihrer Kanäle und Ihres Google-Profils, gefolgt von einem Strategie-Workshop zu Zielen, Zielgruppe und Content-Säulen. Dann kommt der erste Produktionstag bei Ihnen im Haus, danach gehen die ersten Posts live, und nach vier Wochen sitzen Sie vor dem ersten Report mit Ableitungen statt bloßen Zahlen. Wenn eine Agentur stattdessen ‚ab Montag posten wir' anbietet, fehlt das Fundament, auf dem alles andere steht.
Checkliste zum Mitnehmen
Stellen Sie alle zehn Fragen im Erstgespräch und achten Sie weniger auf perfekte Antworten als auf Ehrlichkeit: Eine Agentur, die auch mal ‚Das können wir nicht' sagt, ist meist die, die das Zugesagte liefert. Wie wir bei Sorison Media diese Fragen beantworten, erklären wir gern persönlich.
Quellen & weiterführende Belege
Die in diesem Artikel genannten externen Fakten und Werkzeuge, zum Nachprüfen:
Stellen Sie uns die 10 Fragen.
Wir beantworten sie schriftlich, bevor Sie irgendetwas unterschreiben, inklusive Referenzen mit Zahlen.
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